ZAG Insights
„Flexibel, schnell, kreativ“ – Wie modernes Recruiting heute funktioniert
Einblicke von Torsten Roßmann, Head of Recruiting bei ZAG
Der Arbeitsmarkt befindet sich im Wandel – und Recruiting-Strategien müssen Schritt halten. Torsten Roßmann, Head of Recruiting bei ZAG, erklärt, wie Unternehmen heute Talente gewinnen und welche Entwicklungen die nächsten Jahre prägen werden.
Fachkräfte- und Helfermarkt im Umbruch
Der Mangel an qualifizierten Fachkräften ist längst keine Randnotiz mehr, sondern Alltag in vielen Branchen. „Klassische Ansätze reichen oft nicht mehr aus“, betont Roßmann. Stattdessen setzen erfolgreiche Unternehmen zunehmend auf Active Sourcing, Direktansprache und ein starkes Employer Branding, um sichtbar zu bleiben und Talente aktiv anzusprechen.
Regionale Märkte brauchen individuelle Strategien
Ein Erfolgsrezept gibt es nicht von der Stange. „Jeder regionale Arbeitsmarkt ist unterschiedlich – gerade im Helfermarkt muss man schnell und unkompliziert agieren“, erklärt Roßmann. ZAG setzt hier auf gezielte META-Kampagnen, die passgenau auf lokale Bedürfnisse zugeschnitten sind und Talente direkt vor Ort erreichen.
Active Sourcing als Gamechanger
Während viele Unternehmen noch auf Bewerbungen warten, geht ZAG aktiv auf Talente zu. Über Plattformen wie LinkedIn identifiziert und kontaktiert das Recruiting-Team potenzielle Kandidat:innen, die über klassische Wege oft nicht erreichbar sind. „So gewinnen wir nicht nur schneller passende Fachkräfte, sondern stärken gleichzeitig unser Employer Branding“, so Roßmann.
Schneller besetzen durch engen Austausch
Damit offene Positionen nicht lange unbesetzt bleiben, setzt ZAG auf einen kontinuierlichen Informationsfluss zwischen Vertrieb und Recruiting. Gemeinsame Meetings und digitale Tools sorgen dafür, dass Anforderungen zügig geklärt, Prioritäten gesetzt und Aufträge schneller besetzt werden können.
KI als Recruiting-Partner der Zukunft
In den kommenden fünf Jahren wird Künstliche Intelligenz aus Roßmanns Sicht im Recruiting eine Schlüsselrolle spielen. Sie wird Prozesse automatisieren, beispielsweise bei der Vorauswahl von Bewerbern, datenbasierte Entscheidungen ermöglichen und die Candidate Experience durch personalisierte Kommunikation verbessern. „KI wird uns helfen, Talente schneller und passgenauer zu identifizieren und zu gewinnen“, fasst er zusammen.
Was bald ausgedient hat
Reines, passives Recruiting – etwa das Schalten von Standard-Stellenanzeigen ohne gezielte Ansprache – wird seiner Einschätzung nach deutlich an Relevanz verlieren. Auch langwierige, unpersönliche Bewerbungsprozesse schrecken Bewerber:innen zunehmend ab. Die Zukunft gehört Strategien, die schnell, direkt und zielgruppengerecht sind – unterstützt von Daten und Technologien.