ZAG Insights
Outsourcing in der HR: Wie HRO Unternehmen entlastet und Prozesse optimiert
Einblicke von Denise Moya Lopez, Head of HRO bei ZAG
Im Bereich Human Resources bieten sich zahlreiche Chancen, Abläufe effizienter zu gestalten und gleichzeitig interne Kapazitäten zu schonen. Denise Moya Lopez, Head of HRO bei ZAG, erklärt, wo die größten Potenziale fürs Outsourcing liegen und wie moderne HRO-Lösungen Unternehmen echte Mehrwerte schaffen.
Wo liegen die größten Potenziale fürs Outsourcing?
„Die größten Chancen sehen wir bei administrativen und standardisierbaren Prozessen“, so Moya Lopez. Dazu zählen HR-Verwaltung und Lohnabrechnung – vom Vertragsmanagement über Zeiterfassung bis hin zu Behördenmeldungen. Auch Recruiting und Onboarding inklusive Bewerbermanagement, Vorauswahl und Vertragsabwicklung eignen sich hervorragend zum Outsourcing. Ergänzend gehören Analyse von HR-Kennzahlen, rechtssicheres Offboarding und arbeitsrechtliche Themen dazu.
Unterschiede zwischen Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung und HRO
Moya Lopez unterscheidet klar: Bei der Arbeitnehmerüberlassung sind die Mitarbeitenden von ZAG angestellt und werden befristet an Kunden verliehen – oft saisonal oder projektbezogen. Die Personalvermittlung hingegen sucht Kandidaten, die direkt beim Kunden fest angestellt werden. HRO dagegen übernimmt komplett oder teilweise HR-Prozesse langfristig als externer Partner, nicht als reiner Mitarbeiter-Lieferant.
Vorteile von HRO aus Kundensicht
HRO bietet volle Transparenz bei den Ausgaben, klare Kostenstrukturen und flexible Skalierbarkeit. Zudem steigert es die Prozessqualität dank spezialisiertem Fachwissen. „Wir entlasten interne HR-Teams von operativen Aufgaben, damit sie sich auf strategische Themen konzentrieren können“, erklärt Frau Moya Lopez. Gleichzeitig profitieren Kunden von schnelleren Abläufen und erhöhter Rechtssicherheit.
Employer Branding und Active Sourcing im HRO
Employer Branding spielt gerade im Recruiting eine zentrale Rolle. „Wir repräsentieren die Arbeitgebermarke des Kunden authentisch, um qualifizierte Kandidaten zu gewinnen und langfristig zu binden“, betont Denise Moya Lopez. Active Sourcing erfolgt oft im Namen des Kunden, weshalb eine präzise Abstimmung zu Tonalität und Botschaften essenziell ist. Der strategisch aufgebaute Talentpool ermöglicht es, Vakanzen schnell und kosteneffizient zu besetzen.
Kulturelles Matching als Schlüssel zum Erfolg
Zu Projektbeginn wird das Kundenunternehmen detailliert analysiert – Kultur, Werte und Anforderungsprofile werden definiert. Bei der Vorauswahl achtet das HRO-Team gezielt auf Verhaltensindikatoren und Persönlichkeitsmerkmale, um sicherzustellen, dass Kandidaten fachlich und kulturell zum Unternehmen passen.
Aktuelle Trends im HRO-Bereich
Der Markt zeigt klare Entwicklungen: Unternehmen spezialisieren sich zunehmend auf einzelne Teilbereiche und setzen verstärkt auf Hybrid-Modelle, bei denen nur ausgewählte HR-Prozesse ausgelagert werden. HR-Tech-Lösungen automatisieren Abläufe und verbessern die datenbasierte Steuerung. Candidate Experience, Nachhaltigkeit und Diversity sind längst keine „Nice-to-haves“ mehr, sondern zentrale Erfolgsfaktoren.
KI als Treiber im HRO-Recruiting: Künstliche Intelligenz wird Prozesse beschleunigen, die Matching-Qualität verbessern und administrative Tätigkeiten wie Stellenschaltung und Vorauswahl automatisieren.
Flexibilität als Zukunftsmotor
Moya Lopez bestätigt eine steigende Nachfrage nach flexiblen HRO-Modellen: „Viele Unternehmen möchten gezielt Teilprozesse auslagern, um interne Kompetenzen zu erhalten, Risiken zu reduzieren und Kosten- sowie Effizienzvorteile zu realisieren.“